Leserkommentare [20831]

[25.10.2019, 10:05:48]
Lissy Andersson 
Depressionen : Aus der Sicht eines Rheumatikers der mit seiner (cp oder RA) mehr als 46 Jahre lebt 
Ich finde nicht, dass man dies verallgemeinern sollte.
Nicht jeder Rheumatiker hat automatisch Depressionen, nur weil er Rheuma hat. In die Schublade werden wir mittlerweile gerne gepackt, was wir Rheumatiker aber nicht gerne so auf uns sitzen lassen wollen.
Es spielt nämlich viele Faktoren eine Rolle, wenn ein Rheumatiker Depressionen bekommt

• In welcher welcher Lebensphase bekam der Patient sein Rheuma
• Jemand der seine RA in der Kindheit bekam, ist weniger von Depressionen betroffen, wie jemanden der es im Erwachsenenalter bekam

Meistens haben Neu-Rheumatiker Existenzängste, Angst was auf sie zukommt, Angst um ihre Arbeitsstelle, wie reagiert Familie und Partner auf diese Erkrankung Da entstehen schnell oder viel mehr leicht „eine depressive“ Stimmung und Traurigkeit. Traurigkeit zählt für mich nicht als Depression.

Ein RA Patient der seine Krankheit schon seit Kindheit mit sich herum trägt, ist kaum von Traurigkeit und Depressionen betroffen. Wir stehen fester im Leben, haben unseren Grundstein gesetzt, während bei dem „NEU“ Rheumatiker der Grundstein und Fassade Risse bekommt.

Wir jung Rheumatiker, haben bereits in frühen Jahren gelernt, sich durch die verschiedenen Situationen zu manövrieren. Berufsausbildung, Wohnung suchen die geeignet ist, Familie gründen,
Mitmenschen mussten lernen, dass unsere Leistung Tagesabhängig ist, alles in einem, wir haben den Grundstein für unser Leben gelegt.

Irgendwie haut uns nichts aus den Schuhen mehr, selbst wenn man neun Monate auf sein Hilfsmittel (Aktiv-Rollstuhl) warten muss. Wenn man um Kostenübernahme kämpfen muss, obwohl die Mobilität eine Grundsicherung ist die eine KK gewährleisten muss

Das sind alles Dinge, da schaut niemand hinter die Fassaden eines Patienten, aber sie gehören dazu.  zum Beitrag »
[25.10.2019, 10:04:49]
Michael Logies 
Soll der Kollege halt die Wartungsgebühr kürzen 
Das PVS hat die gesetzlichen Bestimmungen umzusetzen. Wenn das nicht gelingt, liegt ein Mangel der Software vor, auf den man z. B. mit Kürzung der Wartungsgebühr reagieren könnte. Wenn das ein paar mehr Kollegen machen würden, würde sich auf PVS-Anbieterseite auch mehr bewegen. zum Beitrag »
[24.10.2019, 17:27:40]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Epidemiologische Wundertüte? 
Wenn die Zahl der Pankreaskarzinom-Fälle von etwa 195.000 im Jahr 1990 auf 448.000 im Jahr 2017 gestiegen ist, bedeutet dies in 28 Jahren (1990 und 2017 zählen mit!) einen jährlichen Anstieg von 9.036 Fällen in 195 Ländern.

Ein Anstieg von 130 Prozent zu postulieren, ist m.E. unzulässige Dramatisierung für einen Zeitraum von 28 Jahren. Berücksichtigt werden muss
- der medizinische Fortschritt mit exakterer und häufigerer Diagnosefindung
- der demografische Faktor mit zunehmender Lebenserwartung
- die altersabhängige Erkrankungshäufigkeit
- die steigenden Prävalenz von Adipositas und Diabetes als Risikofaktoren.

Wenn beim Kolorektalkarzinom die altersstandardisierten Inzidenzen in 28 Jahren von 1990 bis 2017 um 9,5 Prozent angestiegen sind, ist das ein jährlicher Anstieg von 0,34%. Die alterstandardisierte Sterberate sank im gleichen Zeitraum um 13,5 Prozent, das sind 0,48 Prozent pro Jahr.

Jetzt bleibt nur noch zu erwähnen, dass Männer mit hohem Alkoholkonsum, Rauchen und einer Ernährung arm an Kalzium, Milch und Ballaststoffen ihr Risiko für Darmkrebs erhöhen.

Wieso wird die bovine Milch nicht mehr verteufelt? Und wo ist denn bloß das "böse rote Fleisch" als "Haxe des Bösen" geblieben?

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[24.10.2019, 10:23:52]
Roland Dreyer 
Highway Jeans 
Die hohen Hosen heißen üblicherweise "High Waist Jeans"! zum Beitrag »
[24.10.2019, 10:15:11]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
DEBEKA und "Fake News"? 
Wenn Debeka-Kundinnen im Jahr 2018 insgesamt 22.807 Babys auf die Welt brachten, davon 13.541 von ihnen auf natürlichem Weg, darf man nicht vergessen, dass mindestens jede 85. Geburt eine Zwillingsgeburt war. Somit bedeuten 22.807 Babys nicht automatisch ebenso viele Krankenhausaufenthalte. Manche Babys kommen außerdem als Hausgeburt zur Welt.

Die DEBEKA-Analyse ist aber nicht nur deshalb Unsinn, denn in ihrer Gesamtaufstellung sind die Entbindungen nur deshalb führend, weil sie nicht mit a l l e n anderen stationären Aufenthalten verglichen wurden.

In der Gesamtsumme der stationären Aufenthalte einschließlich Psychiatrie, Psychotherapie, Neurologie, Innere Medizin, interventionelle Kardiologie und interventionelle Chirurgie, aber auch Palliation sind Geburten und damit verbundene stationäre Klinikaufenthalte eindeutig in der Minderzahl.

Was wollte wohl die DEBEKA mit diesen "Fake News" erreichen?

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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[24.10.2019, 09:49:50]
Dr.med. Robert Huerkamp 
E-Zigarettenkonsum im Vergleich zu 2015 gleich hoch - trotz Verkaufsverbot an Minderjährige 
Die Ergebnisse aus dieser Studie sind erschreckend, da das Thema "E-Zigarette" seit langer Zeit bekannt ist. Anscheinend reichen die bestehenden Präventivprojekte nicht aus, um unsere heranwachsende Generation vor den Suchtmitteln zu schützen.

Bereits 2015, als die Produkte noch legal von Minderjährigen erworben werden konnten, fand eine Befragung von Schülern der 7./8. Klasse aus der Rhein-Neckar-Region statt. Die Kohorte stimmt prozentual mit der zu dem Zeitpunkt vorliegenden Verteilung der verschiedenen Schulformen, Geschlecht sowie Migrationshintergrund überein.
Damals wiesen 16,3% einen Jemalskonsum eines elektronischen Konsumgutes auf (20,9% der Jungen und 11,6% der Mädchen). Von den Jugendlichen berichteten 18,0% über einen „gelegentlichen Konsum“ innerhalb der letzten 30 Tage. Weiterhin erhöht ein Konsument im familiären Umfeld oder Freundeskreis die Wahrscheinlichkeit eines eigenen Konsums deutlich.

Es ist dringend Zeit, endlich Werbung für Tabak- und elektronische Zigaretten zu verbieten, mehr Prävention zu unterstützen und Programme zur Beendigung der Sucht finanziell zu fördern.

Die gesamten Ergebnisse mit Auswertung nach Geschlecht zur Befragung 2015 finden sich in der Promotionsarbeit: E-Zigarettenkonsum bei Jugendlichen unter geschlechtersensibler Betrachtung
Link: http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/26600

Weitere Analysen mit Einflussfaktoren ohne Geschlechtsbezug finden sich in folgender Publikation: https://doi.org/10.1024/0939-5911/a000424
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[24.10.2019, 07:46:32]
Christian Klüssendorf 
Kleine Korrekturen eines Transmannes 
Moin,

zuerst: der Text ist sehr gut geschrieben und (fast) vollständig auch politisch absolut korrekt geschrieben.

Ein paar ganz kleine Anmerkungen, zur besseren Ausdrucksweise hab ich dennoch:
- 2. Absatz, 3. Zeile: "Patienten, die sich als Gefangene im Körper des falschen Geschlechtes empfinden" Dies ist so nicht ganz korrekt. Wir fühlen uns nicht im Körper des falschen Geschlechtes gefangen, unser erlebtes Geschlechtskörperbewusstsein stimmt nicht mit den angeborenen Geschlechtsmerkmalen überein. Wir sind viel mehr gefangen in dem sozialen Geschlecht, als das wir vor der Transition gesehen werden, sowie in dem nicht stimmigen Selbst- und Spiegelbild.
Besser: Patienten, deren Geschlechtsmerkmale nicht mit dem empfundenen Geschlecht übereinstimmen.

- 7. Absatz, 3. Zeile: "gewünschte Geschlechtsidentität" Wir wünschen uns unser Geschlecht nicht, wie ein Geburtstagsgeschenk. Wir möchten nicht lieber das andere Geschlecht sein - wir sind es. Personen mit Transsexus "wären nicht lieber/wünschten sich sie wären" eine Frau/ein Mann oder Nicht-Binär, sie SIND es. Durch die Formulierung des Wunsches wird die tatsächliche Notwendigkeit der Anerkennung zurückgestellt und die Akzeptanz als etwas mögliches, aber nicht zwingend erforderliches dargestellt. Als sei es ein Wunsch, den man aber auch gut ablehnen könnte.
Besser: "Patienten bei der Klärung ihrer erlebten/ gefühlten Geschlechtsidentität begleiten können"

Aber ansonsten ziehe ich meinen digitalen Hut vor der Redaktion, es ist noch viel zu selten, dass so korrekt über Transpersonen geschrieben wird.

Und an alle Ärzte und MFA´s, die mit Transpersonen arbeiten: Scheuen Sie sich nicht die Person einfach freundlich zu fragen "Wie darf ich Sie ansprechen?". Sie werden damit jemandem den Tag versüßen.
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[24.10.2019, 06:46:51]
Marko Frankowsky 
Priester lässt Grüßen 
Das erinnert stark an Riester und Rürup. Ein Erfolg war es. Für die Versicherungsbranche. Und für viele sind monatlich 77 Euro kein kleines Geld. zum Beitrag »
[23.10.2019, 18:42:34]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Abendliche Antihypertensive Therapie  
In meiner Praxis sollen alle Patientinnen und Patienten, die im LZ-RR als nächtliche Non-Dipper identifiziert wurden, ihre Antihypertensiva abends einnehmen.
Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund  zum Beitrag »
[23.10.2019, 18:01:48]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Mit der Wahrheit nimmt man es nicht so genau... 
Barnes, Joanne B. et al
https://journals.lww.com/jcge/Abstract/1997/12000/Homeopathy_for_Postoperative_Ileus___A.16.aspx
stammt von 1997 und ist somit 22 Jahre alt. Die Autoren schließen ihren Abstract mit dem Satz: "These results should form the basis of a randomized controlled trial to resolve the issue".

Damit wurde schon damals zur Lösung des Problems eine randomisierte kontrollierte
Studie auf der Basis dieser Ergebnisse gefordert, welche aber bis heute nicht geliefert werden konnte.

Erschwerend kommt hinzu, dass schon damals bei den nur 3 kontrollierten Studien mit Hochpotenzen keine Signifikanz bis zum Zeitpunkt des ersten Flatus ["Our endpoint was time to first flatus"] festgestellt werden konnte ["Meta-analyses of the three studies that compared homeopathic remedies ≥12C versus placebo showed no significant difference (p > 0.05)"].

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund



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